Einordnung

 

Anfälle werden wie nachfolgend beschrieben klassifiziert:

Fokale Anfälle

Es handelt sich hierbei um einen partiellen Anfall, der von einer klar umschriebenen Stelle im Gehirn ausgeht. Man spricht auch von einem sogenannten fokalen Anfall oder Herdanfall. Diese Bezeichnung wird auch dann verwendet, wenn sich der Anfall nachfolgend über das gesamte Gehirn ausbreitet (sekundäre Generalisierung). Eine Unterteilung der fokalen Anfälle wird wie folgt vorgenommen:

  • einfach fokale Anfälle (das Bewusstsein ist erhalten)
  • komplexe fokale Anfälle (mit Bewusstseinsstörung)
  • fokale Anfälle mit Entwicklung zu sekundär generalisierten Anfällen

 

Generalisierte Anfälle

Ist der Anfall nicht von einem Herd ausgehend, also kein Herdbefund vorliegt, so spricht man von einem generalisierten Anfall. Generalisierte Anfälle werden weiter unterklassifiziert in: 

  • Absencen – Anfälle mit kurzer Bewusstseinspause ohne Sturz, früher auch französisch mit Petit-mal bezeichnet.
  • myoklonische Anfälle – mit einzelnen oder unregelmäßig wiederholten Zuckungen einzelner Muskelgruppen
  • klonische Anfälle
  • tonische Anfälle
  • tonisch-klonische Anfälle – der typische „große“ Anfall mit Bewusstseinsverlust, Sturz, Verkrampfung und anschließend rhythmischen Zuckungen beider Arme und Beine (Grand-mal-Anfall)
  • atonische (astatische) Anfälle